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Mag.T.M. Gattringer

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Probieren Sie sobald wie möglich einfache Bücher/Kinderbücher in der Fremdsprache zu lesen. So erweitert man den Wortschatz!





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Terri

Schon immer war es mein Wunsch gewesen zu studieren. Zum damaligen Zeitpunkt interessierte ich mich besonders für Montessoripädagogik und bewarb mich an einigen Universitäten in der Nähe von Cincinnati. Aufgrund der finanziellen Belastung durch meine vier Geschwister, die noch die Schule besuchten, konnte sich mein Vater, der als selbständiger Fuhrparkunternehmer tätig war, die Studiengebühr an einer großen Universität nicht leisten, und ich beschloss daher das Berea College in Kentucky zu besuchen. Dort wurde jedem Studenten neben dem Studium ein Arbeitsplatz mit wöchentlich 10 Stunden in den verschiedenen Abteilungen des Kollegs zugeteilt. Ich arbeitete zuerst in einem Geschäft und dann als Sprachassistentin für den Leiter der Fremdsprachenabteilung. Von meinem ursprünglichen Wunsch, Montessoripädagogik zu studieren, kam ich ab, weil mir die Finanzierung eines Semesters in Wien angeboten wurde - sofern ich Deutsch als Hauptfach belegen würde. Ohne zu zögern entschied ich mich für dieses äußerst interessante Angebot mit der Gelegenheit ohne großen finanziellen Aufwand Europa kennenzulernen. Vor meinem Auslandssemester in Wien unternahm ich im Jänner 1983 als Sprachassistentin mit einer Gruppe eine Rundreise durch Deutschland. Danach verbrachte ich einige Wochen am Goethe Institut in der Nähe von Stuttgart, einen Monat in Hamburg bei einer Familie, ehe ich im Oktober 1983 in Wien ankam. Das Studium am Dolmetsch-Institut der Uni Wien war nicht sehr aufregend; dafür lernte Wien kennen und nutzte die langen Wochenenden, um ganz Österreich und seine Nachbarländer zu bereisen. Mit ÖKISTA begab ich mich im Februar 1984 (genau zu dem Zeitpunkt, als der Tod von Juri Andropow bekannt gegeben worden ist) auf eine Rundreise mit der Bahn durch die damalige UdSSR. Zurück in Kentucky fand ich großen Gefallen an Fremdsprachen und besuchte noch weitere französische, spanische und englische Sprachwissenschaftskurse. Im Jahr 1985 schloss ich mein Studium mit einem Bachelor of Arts an Berea ab. Da ich noch keine Arbeit in Aussicht hatte, war ich während des Sommers in einem Vergnügungspark tätig. Bald wurde mir aber klar, dass ich weiter studieren wollte. Nachdem das Semester in Oxford, Ohio schon angefangen hatte, inskribierte ich an der University of Cincinnati. Dort arbeitete ich neben dem Studium als Forschungsassistentin in der Fremdsprachenabteilung. Im Herbst 1986 bekam ich ein Stipendium für die Miami University und leitete im ersten Jahr das Sprachlabor. Neben meinem Deutschstudium, lernte ich auch Französisch und Spanisch weiter und verbrachte 12 Wochen im Sommer 1987 an der Universität in Dijon. Dort erfuhr ich vom tragischen Tod eines Studienkollegen und schwor mir, nie den Kontakt mit den Menschen, die mir wichtig sind, komplett abzubrechen. Im Studienjahr 1987-88 unterrichtete ich in einem Deutschkurs und schrieb meine Diplomarbeit über den Einfluss des Amerikanischen auf die deutsche Sprache. Im September bestand ich die Abschlussprüfungen zum Master of Arts. Eine Woche später war ich unterwegs zu meiner neuen Arbeitstelle als Englischassistentin am Gymnasium und an der HTL in Kapfenberg. Ich hätte nur 10 Wochenstunden unterrichten sollen, ließ aber keine Gelegenheit aus, weitere (unbezahlte) Stunden zu halten, da ich vorhatte, mit viel "besserem" Deutsch und viel Unterrichtspraxis zurück nach Amerika zu kehren, um dort an einer kleinen Uni, Deutsch zu unterrichten. Im Februar 1989 baten mich beide Direktoren noch ein Jahr zu bleiben.

Dieses Jahr wurde dann tatsächlich bewilligt (es waren nur 14 Verlängerungen in ganz Österreich bewilligt worden). In der Zwischenzeit, hatte ich viele Bekanntschaften gemacht. In meiner Freizeit gab ich Nachhilfestunden, lernte Steirisch, begann an der Volkshochschule zu unterrichten, fing an in Graz zu studieren und wartete auf Auskunft, wie mein Studium in Amerika von Österreich anerkannt werden könnte. In den Sommermonaten 1990 + 1991 jobbte ich bei Böhler Schweißtechnik. Die Kollegen halfen mir beim Lernen und bestanden darauf, dass ich an der Abschlussfeier nach der Prüfung teilnehmen sollte. Die Feier interessierte mich nicht besonders, ich ging aber trotzdem hin und – Schicksal - lernte an diesem 19. August 1991 meinen zukünftigen Mann kennen. Gerald arbeitete beim Finanzamt in Bruck an der Mur. Aufgrund seiner Anregung, machte ich die Prüfung für Gerichtsdolmetscher.

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